Bildtransfer I: Lavendelumdruck

Direkt von der Farbkopie auf den Stoff, einfach mit Lavendelöl als Lösungsmittel!

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Früher wurden bei dieser Technik schädliche Lösungsmittel wie Nitroverdünner, Testbenzin, Aceton o.ä. verwendet. Auf der Suche nach Alternativen sind wir auf Lavendelöl gestoßen, das im 19. Jahrhundert ein gebräuchliches Lösungsmittel war. Damit gelingt die Umdrucktechnik ganz hervorragend!
Die Vorteile dieses Umdruckverfahrens sind vielfältig:
- Griff und Fall des Stoffs bleiben weich, da kein Bindemittel verwendet wird.
- nach dem Bügeln des Umdrucks ist der Stoff waschbar bis 40°C
- Der Umdruck liegt transparent auf der Oberfläche des Stoffs. Es gibt keinen auffälligen Glanz (wie bei Geltransfer) und kaum farbliche Abweichungen
- es lassen sich auch großformatige Drucke herstellen, da Kopien bis DIN A1 erhältlich sind
- die hohe Bildauflösung erlaubt die Wiedergabe detaillierter Fotos. Auch Zeichnungen, Malerei, Collagen, Schrift, Stickerei, Blumen usw. können kopiert und auf Stoff umgedruckt werden!

Geeignete Stoffe: Der Stoff sollte eine glatte Oberfläche aufweisen und ohne Appretur sein. Sehr gute Erfahrungen haben wir zum Beispiel mit Baumwollsatin und mit Seidensatin gemacht, aber auch der zarte Baumwollbatist ergibt eine schöne Unterlage.
Prinzipiell eignen sich naturfarbene, weiß gebleichte oder hell gefärbte Stoffe. Da auch farbstarke Umdrucke nicht deckend sind, addieren sich die Farben von Stoff und Druck.

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Welches Lavendelöl? Ätherisches Lavendelöl wird durch Destillation aus der Lavendelpflanze gewonnen. Es dient als Duftöl und wird für medizinische Zwecke eingesetzt. Ätherische Öle besitzen fettähnliche Eigenschaften, aber anders als die bekannten Speiseöle verdampfen sie und hinterlassen keine Fettspuren.
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Wir hatten mit der preiswerten Sorte LAVANDIN SUPER von PRIMAVERA LIFE die besten Ergebnisse. Andere Lavendelöle zeigten z.T. deutlich schlechtere Resultate.

Als Zubehör wird lediglich der Stoff, das Lavendelöl, geeignete Kopien und ein flach gebundener, preiswerter Borstenpinsel benötigt. Für den Abdruck verwenden wir am liebsten den Stiel des Borstenpinsels, aber Sie können dazu auch ein anderes Reibintsrument verwenden, z.B. einen Kaffeelöffel, ein Falzbein oder ähnliches.

Als Druckvorlage verwenden Sie Fotokopien.
Farbkopien sind immer farbstärker und feiner aufgelöst als Kopien vom Schwarz-Weiß-Kopierer. Deshalb sollten Sie auch eine Schwarz-Weiß-Vorlage immer auf einem Farbkopierer herstellen. Ihre Vorlage sollte nicht zu dunkel sein. Starke Kontraste ergeben gute Drucke. Frische Kopien lassen sich leichter umdrucken als lang gelagerte.

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Und so gehts:
Legen Sie den zu bedruckenden Stoff auf eine glatte Unterlage und schieben Sie einige Blatt Papier darunter, die eventuell durchsickerndes Öl aufnehmen. Legen Sie die Kopie mit der Bildseite nach unten auf den Stoff. Geben Sie einige Spitzer Lavendelöl auf einen Pappteller und nehmen Sie es von dort mit einem Borstenpinsel auf.
Verstreichen Sie das Öl mit dem Pinsel über die Rückseite der Kopie. Alle Flächen, die bedruckt sind, sollten befeuchtet sein, aber es dürfen keine Pfützen entstehen, damit der Druck nicht verschwimmt. Das Öl kriecht bei Farbkopien nach etwa 1-3 Minuten durch das Papier (abhängig von der jeweiligen Papiersorte) und löst die Farbe an.
Nun können Sie beginnen! Reiben Sie auf der Rückseite der Vorlage, bis die Farbe auf den Stoff wandert. Wir verwenden zum Reiben gerne den Pinselstiel des Borstenpinsels. Nehmen Sie Ihr Reibewerkzeug in eine Hand und halten Sie die Kopie und den Stoff mit der anderen auf der Unterlage fest. Durch vorsichtiges Abheben der Kopie vom Stoff (immer mit der zweiten Hand an einer Ecke festhalten!!) können Sie das vorläufige Ergebnis begutachten. Bereits nach wenigen Minuten erkennen Sie, wo der Umdruck erfolgreich war und wo Sie noch nacharbeiten sollten.
Ist der Druck trocken, bügeln sie ihn mit der höchstmöglichen Temperatur (abhängig vom Stoff), um die Druckfarbe noch besser auf dem Grund zu fixieren. Legen Sie Backpapier oder Teflonfolie zwischen Stoff und Bügeleisen. Nach dem Arbeiten gut lüften. Der größte Teil des Öls verdunstet in wenigen Stunden.

WICHTIGE ANMERKUNGEN ZUR GEEIGNETEN VORLAGE HIER

33 Reaktionen zu “Bildtransfer I: Lavendelumdruck”

  1. Anneliese Perinic

    Dass ich Ihre Seite gefunden habe, ist ein grosses Glück für mich. Druck interessiert mich enorm und dieser Umdruck erscheint mir doch relativ einfach ohne viel Hilfsmittel herzustellen zu sein. Vielen Dank für diese Veröffentlichung. Ich bin eine Patchworkerin die sich auch mit Textilkunst befasst.

  2. tina

    super, 1000 dank für diesen tollen tip. auch ich habe es per zufall gefunden. lg tina

  3. Sandra

    Super ! Vielen Dank für die tolle ausführlich Anleitung. ich werde das probieren…unbedingt!

    LG sandra

  4. Sabine

    Vielen Dank für Eure netten Zuschriften - ich habe mich sehr darüber gefreut!!! Liebe Grüße, Sabine

  5. Renate

    Hallo!
    Auch ich war total begeistert von der tollen Idee und habe mir gleich alles Nötige besorgt. Auch genau dieses Lavendelöl. Habe zuhause mit meinem HP-Drucker Farbkopien gemacht, von altem Max und Moritz Heft, aber: es funktionierte fast gar nicht. Was kann die Ursache bloß sein? Hatte Pappe unter gelegt, Baumwollsatin extra vorher gewaschen und gebügelt, alles richtig gemacht, wie ich dachte….. Hilfe!!!!!

  6. jeromin

    Hallo Renate,
    vermutlich liegt es am Druck!
    Ausdrucke von Tintenstrahldrucker funktionieren gar nicht. Auch Ausdrucke von Laserdruckern funktionieren meistens nicht, obwohl sie theoretisch funktionieren müssten…
    Ich würde die Ausdrucke in einen Copyshop bringen und dort eine Farbkopie anfertigen - dieser Druck funktioniert mit meistens (aber wie wir oben geschrieben haben, unterscheiden sich auch die verschiedenen Kopierer)!
    Wenn Du magst, schicken wir Dir gerne eine Farbkopie aus unserem Copyshop zum Ausprobieren (bitte Adresse per Email an: jeromin@jeromin.shop.de)
    Ich würde mich freuen, noch mal eine Rückmeldung zu bekommen!
    Herzliche Grüße, Sabine

  7. Gabriele

    Hi…
    möchte diese tolle drucktechnik auch ausprobieren…welche laserdrucker sind denn am besten ???
    viele grüße
    gabriele

  8. Sabine

    Bitte KEINEN DRUCKERAUSDRUCK bearbeiten, zumindest nicht als Einstieg! Noch einmal meine Erfahrungen:
    Ausdrucke von TINTENSTRAHLDRUCKERN FUNKTIONIEREN NICHT!
    Ausdrucke von LASERDRUCKERN FUNKTIONIEREN MEIST NICHT BEFRIEDIGEND; die Übertragung wurde bei mir eher farbschwach.
    Die besten Übertragungen erhält man von FOTOKOPIEN, die auf einem der neueren Modelle im Copyshop gemacht werden, und zwar von farbgesättigten Kopien.
    Auch eine schwarzweiß Kopie sollte auf einem Farbdrucker gemacht werden.
    Es lohnt sich, nach einem guten Copyshop zu suchen!!
    Viel Spaß beim Ausprobieren!

  9. Isabella

    WOW!!! Seit Monaten suche ich nach einem preiswerten Transferverfahren für Stoff. Bisher hatte ich dünne Seide auf A4 Etiketten geklebt und das ganze im Tintenstrahldrucker bedruckt. Klappt, ist aber nicht waschbar, und auch nur ein Wassertropfen ruiniert das Ganze. Das Verfahren ist also nur für Sachen geeignet, die man an die Wand hängt, nicht aber für Klamotten, Taschen, etc. Bei nächster Gelegenheit versuche ich deine Technik, dann melde ich mich wieder. Tausend Dank schonmal für diesen Artikel!

  10. Martina

    Hallo, ich wohne in Italien, Verona und war auf der Suche nach einem Kurs um neue Textildrucktechniken zu lernen. Bin durch Zufall auf diese Webseite gestossen, bin ganz begeistert!!! Werde den Lavendelumdruck sofort versuchen und euch dann berichten was raus gekommen ist. Wuerde gerne einen der Kurse besuchen, komme gerne mit dem Flugzeug, habe Freunde in mannheim (!!welch Zufall!) -
    Meine Komplimente und herzliche Gruesse
    Martina

  11. Sabine

    Hallo Isabella und Martina, vielen Dank für Eure lieben Zuschriften! Habt Ihr die Methode in der Zwischenzeit schon probiert? Ich würde mich freuen, von den Ergebnissen zu hören. Entschuldigt bitte die späte Rückmeldung, manchmal werde ich von der Arbeit überrollt…
    Herzliche Grüße, Sabine

  12. elenya-y

    Hallo,

    habe mir sofort ein Fläschchen Lavendelöl bestellt und bin von den Ergebnissen begeistert. Es geht super schnell, sieht toll aus, ist ohne viel Aufwand und Kosten möglich und darüber hinaus kinderleicht. Vielen, vielen Dank für die Vorstellung dieser tollen Technik!
    Zwei kleine Fragen habe ich allerdings noch und zwar zum einen welche Materialien sich mit dieser Technik noch bedrucken lassen. Zum anderen würde mich noch interessieren, ob sich das Öl auch mit einem Zerstäuber aufsprühen lässt um einen besonders gleichmäßigen Auftrag hinzubekommen.
    Vielen Dank und viele Grüße!

  13. Sabine

    Toll, dass dere Lavendeldruck gleich auf Anhieb geklappt hat!
    Die Technik lässt sich auf alle saugfähigen Untergrunde anwenden, d.h. auf Naturfasern und auf saugfägiges Papier. Je glatter und feiner das Gewebe ist, desto feinere Details lassen sich abbilden. Aber ich mag auch strukturierte Baumwollstoffe, bei denen die Abbildung dann verschwommener wird.
    Auftrag mit Zerstäuber geht natürlich, aber man braucht dann mehr Öl.
    Wir verwenden immer einen mittelgroßen Borstenpinsel, mit dem das Öl sparsam und gleichmäßig auf der Rückseite der Kopie aufgetragen wird. Sobald das Papier so “ölig-fettig” ist, dass das Bild durchscheint, kann mit dem Reiben begonnen werden.
    Ist der Umdruck fertig, sollte er nach dem Trocknen kurz zur Fixierung gebügelt werden. Dann ist er waschbar (ca. 30-40°C, Feinwaschmittel).
    Viele Grüße und viel Spaß dabei!

  14. Anette

    Hallo,

    ich habe den Druck auch gleich ausprobiert, nachdem ich die Seite gefunden habe. Ich habe die Drucke allerdings gleich mit dem Laserdrucker angefertigt (jaja, ich weiß, man soll nicht damit beginnen) und es hat super geklappt; bis auf die Tatsache, dass ich Doofi vergessen habe, dass ich es seitenverkehrt ausdrucken muss :-)
    Ich denke, der Laserdrucker ansich sichert die Farbe einfach besser als ein Kopierer. Deswegen löst sie sich langsamer/schlechter vom Papier.
    Folgende zwei Fragen habe ich mir hinterher gestellt: 1. ist es nicht sinnvoller den Stoff mit Öl einzupinseln und dann die Vorlage drauf zu legen!? Dann bekommt gleich der Druck das Öl und muss nicht erst mühsam durchs Papier (Hatte den Fehler gemacht und viel zu viel Öl genommen. War kein riesen Problem, aber ich wunderte mich schon, dass das ja dann doch ganz schön teuer würde, wenn ich jedesmal ein Fläschchen bräuchte :-) Auch das hab ich jetzt gelernt). Und 2. habe ich mich gefragt, ob man das Öl nicht ein wenig mit Wasser strecken könnte. Das würde doch eig. den Prozess beschleunigen, dass das Öl durchs Papier kriecht, oder?

    Gruß Anette

    P.S.: Heute abend starte ich in die zweite Runde mit neuen Erkentnissen =)

  15. jeromin

    Hallo Anette,
    vielen Dank für Deine Fragen! Ich beantworte mal der Reihe nach:
    Kopierer & Laserdrucker arbeiten nach dem gleichen Prinzip, werden aber von vielen Firmen mit jeweils technischen Unterschieden hergestellt, um den Patentschutz zu umgehen. Du musst einfach verschiedene Geräte testen, um gut geeignete Drucker zu finden. Auch das Papier spielt eine Rolle. Papier für möglichst feine Drucke ist dicker und fester als einfaches Druckerpapier. Bei ihm dauert es länger, bis das Lavendelöl durch das Papier kriecht. Da es langsam verdampft, vergrößert sich nur die Wartezeit: auch nach einer halben Stunde ist noch genügend vorhanden, um gute Drucke zu gewährleisten.
    Wenn Du den Stoff mit dem Öl tränkst, brauchst Du viel mehr davon und der Druck wird wahrscheinlich unscharf, weil Details im Öl verschwimmen.
    Ich sehe den Lavendeldruck wie ein Abziehbild: ein Druckbild wird vorsichtig gelöst und auf einen Untergrund gerubbelt. Dabei sollte der Untergrund gut aufnahmefähig sein (bei dünnen Stoffen Papier unterlegen).
    Das ätherische Öl hat ähnliche Eigenschaften wie Öl und wird sich daher nicht mit Wasser mischen lassen. Wenn Dein Papier das Öl gut durchlässt, kannst Du bereits nach zwei bis drei Minuten loslegen!
    Beim Einstreichen der Rückseite des Papiers soll keine Flüssigkeit stehen bleiben!
    Viel Spaß bei der zweiten Runde und herzliche Grüße
    Sabine

  16. Rita

    Liebe Sabine,

    ich finde die Idee total klasse und freu mich über diese Anleitung - meine Frage wäre, bleibt der Duft vom Lavendelöl im Stoff auch nach dem Waschen noch eine Weile erhalten?

    Ich mag den Geruch so sehr… :)

    Danke und liebe Grüsse!

    Rita

  17. jeromin

    Liebe Rita,
    ätherische Öle sind flüchtig, d.h. dass der Duft nach einigen Stunden, spätestens nach wenigen Tagen aus dem Stoff verschwindet. Beim Waschen löst er sich ebenfalls.
    Danke für Deinen netten Brief!
    Herzliche Grüße, Sabine

  18. Judith

    Hallo!
    Ich möchte die Technik unbedingt ausprobieren, um eine Baumwolltasche zu bedrucken. Dafür muss ich wissen, ob es möglich ist, eine Zeitung als Vorlage zu verwenden oder ist es notwendig diese vorher zu kopieren?
    Liebe Grüße
    JUudith

  19. jeromin

    Hallo Judith,
    es lohnt sich, die Zeitung (seitenverkehrt!!) zu kopieren, und dies möglichst auf einem Farbkopierer, da dieser farbstärkere Drucke ermöglicht. So bekommst Du tolle Ergebnisse.
    Viel Spaß wünscht Dir Sabine

  20. Andreas von der Stoff-Schmie.de

    Das ist total spannend. Man ist zwar größentechnisch etwas begrenzt, aber ich finde die Kombination mit dem Lavendel-Duft grade cool :)

  21. Julika

    Hallo,
    ich finde diese Technik total interessant und würde es gerne mal auf einem Filzobjekt ausprobieren!
    Hat das schon mal jemand versucht? Ist das möglich?
    Gibt es dabei etwas zu beachten?
    Ich finde diese Seiten super, super interessant - ich habe mir schon ganz viel Instirationen geholt!
    Liebe Grüße
    Julika

  22. jeromin

    Wir haben das vor einiger Zeit versucht, aber das Resultat war nicht besonders gut. Zur Zeit experimentieren wir weiter mit dieser Technik. Sobald die Ergebnisse gut sind, veröffentlichen wir wieder, wie es geht. Danke für Deinen Kommentar!

  23. Silke

    WOW - nach dieser technik suche ich gefühlte 3 mio. jahre DANKE DANKE DANKE - eine Frage habe und ich hoffe Du beantwortest sie mir. hast du erfahrung mit diesem transfer auf leinwände gemacht ?? oder muss man da ein ganz anderes verfahren anwenden ? Vielen lieben dank. VG silke

  24. jeromin

    Wir haben den Lavendelumdruck auf Stoff und auf Papier durchgeführt, beides geht gleich gut. Auf beschichteter Leinwand habe ich das bisher noch nicht probiert, aber es spricht nichts dagegen - ich denke, das klappt gut.
    Gibst Du kurz Bescheid, welche Erfahrung Du gemacht hast? Das würde mich sehr freuen!
    Herzliche Grüße
    Sabine

  25. Silke

    hallo liebe sabine, lieben dank für deine schnelle antwort. leider haben die geschäfte gleich zu, aber samstag stürze ich los und hole mir entsprechendes material !!! leinwände stehen schon bereit - motive auch - werde dir bescheid geben und auch bilder schicken. bin sehr gespannt! das wäre der hammer wenn das wirklich so funktioniert wie ich mir das vorstelle. GLG silke

  26. Claudia

    Hallo Silke,
    hallo Jeromin,

    wow tolle Technik - ich möchte sie gerne mal probieren. Habe da noch ein paar Fragen:

    1.) Geht die Technik auch mit Nitroverdünnung?
    2.) Wo bekomme ich Lavendelöl? Ich war in der Apotheke und die hatten sie nicht vorrätig - kleine Mengen sind auch sehr teuer…
    3.) Ich würde gerne auf eine bespannte Leinwand drucken - ist dies möglich - gibt es da Erfahrungswerte?
    Ich freue mich über ein Feedback.
    VG Claudia

  27. jeromin

    Hallo Claudia,
    1.) ja, diese Technik geht auch mit Nitroverdünner. Wie NV dient auch das Lavendeöl als Lösungsmittel, nur dass es weniger gesundheitsgefährdend ist. Wir haben ausßerdem den Eindruck, dass die Umdrucke etwas besser sind.
    2.) wir nehmen als Lösungsmittel Lavandin von Primavera, womit wir sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Wir haben es im Angebot, aber Du bekommst es auch in jedem Bio-Laden und in der Apotheke. Es wird mit dem Pinsel aufgetragen, d.h. man braucht nicht viel.
    3.) Prinzipiell geht der Umdruck auch auf Leinwand. Falls es Probleme gäbe, könnte das an der jeweiligen Leinwandbeschichtung liegen.
    Herzliche Grüße
    Sabine

  28. monika

    diese technik ist genial! bin ich froh, dass ich eure seite gefunden habe… ist alles total faszinierend!
    zum lavendelumdruck: bei mir funktioniert erstaunlicherweise der ausdruck vom laserdrucker am besten, copyshop (2 verschiedene) wird sehr sehr hell.
    und ich brauche recht viel öl- habe für 2 handtellergroße drucke ein 5ml fläschen aufgebracht- nachdem was ich so gelesen habe, scheint das zuviel zu sein?!?! kommt dann auf dauer auch recht teuer.
    liebe grüße, monika

  29. Renate

    Durch Zufall bin ich auf Deine Seite hier gekommen und habe mit Faszination die Anleitung gelesen. Da ich immer sehr gerne Versuche ausprobiere, werde ich mich auch an dieser Anleitung ranhalten. Ein Versuch lohnt sich allemal !!!!

    Herzliche Sonntagsgrüße aus dem Tirolerland sendet Dir Renate

  30. julian

    hallo.
    tolle technik, funktioniert so easy und ist ziemlich günstig!! aber wie sieht es denn mit der HAUTVERTRÄGLICHKEIT, mit SCHADSTOFFEN aus, würdet ihr das auf T-Shirts tragen oder als Bettwäsche nutzen?? Kann da jemand was fundiertes zu sagen; wen frägt man da?
    DANKE LG

  31. Anneliese Perinic

    Ich habe endlich zwei Lavendelöl-transferierte Fotos verarbeitet, ich glaube nach drei Jahren. Und, oh Wunder, sie rochen noch immer nach Lavendel - was sehr sinnvoll ist, denn die Fotos wurden auf der Insel Hvar in Kroatien gemacht, wo es sagenhafte Lavendelfelder gibt. Ich bedanke mich nochmals für die gute Anleitung.

  32. linnchen

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für diesen interessanten Blog und die Anleitung zum Umdruckverfahren mit Lavendelöl. Ich experimentiere nun schon einige Zeit mit einem Druckverfahren auf Filz. Bis jetzt leider sehr erfolglos. Hat jemand eine gute Idee wie ich Bilder auf meine selbstgemachten Filzobjekte bringen kann?

    Liebe Grüße von Linnchen

  33. Klara Himmel

    Vielen, vielen Dank für die tolle (und wahrscheinlich deutlich umweltfreundlichere Alternative). Da wir so knapp vor Weihnachten sofort loslegen wollten, der zuvor probierte acetonfreie Nagellackentferner nur sehr ungenügende Ergebnisse lieferte und wir auch nicht mal eben ein Fläschchen Lavendelöl hier rumstehen haben, machen wir es gerade mit Minzöl (als japanisches Heilöl überall zu bekommen). So wie ich das bisher beurteilen kann, scheint es zu funktionieren (zumindest auf Sperrholz) - faszinierend!

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