Archiv der Kategorie ‘Shibori-Filzen‘

Spielerei: Blasen im Filz

Dienstag, den 16. November 2010

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Die interessanten Abbindungen, die Gabriele von boridesign zeigt, haben mich an Proben erinnert, die ich vor etwa zwei Jahren für eine Vorführung bei uns im Laden gemacht habe.
Dazu wurde ein weißes Nadelvlies und grünes Nadelvlies (oben) bzw. teilweise auch ein blauer Chiffon (unten) übereinander gelegt, und in diese doppelte Schicht habe ich große Holzkugeln eingebunden. Das Ganze wurde fest in Polyestertaft gewickelt und dann in der Maschine gewaschen (Anleitung HIER).
Nach dem Herausnehmen waren die abgebundenen Stellen fest zusammengefilzt. Solange der Filz noch feucht ist, kann man diese Stellen vorsichtig auseinander reissen und die Kugeln herausdrücken (ist der Filz trocken, gelingt das nicht mehr).
Die obere Kugel habe ich von der Vorderseite her mit zwei Schnitten (Schere) herausgeholt: dadurch entsteht so etwas wie eine Blüte, und man sieht die grüne Rückseite.
Durch das feste Abbinden um die Holzkugeln wurde das Vlies beim Filzen an diesen Stellen dünner, wodurch der blaue Chiffon schön durchleuchtet. Das ergibt hier einen hübschen Effekt.
Manchmal entstehen beim zu festen Abbinden allerdings auch Verletzungen im Filz bzw. Stoff - es lohnt sich also aufzupassen, dass man das Vlies oder den Stoff nicht zu sehr spannt.

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Dieses Beispiel ist noch älter: hier liegen zwei Vliese übereinander, in die ebenfalls Holzperlen eingebunden waren. Die Probe wurde in der Maschine gewaschen, und man sieht deutlich, dass der Filz -ähnlich wie bei Gabriele- kräftiger geschrumpft ist als bei der Probe oben.
Köpft man die gefilzten Blasen mit einer Schere oder einem Cutter, kommt das Innenleben der Abbindung hübsch zur Geltung.

Für diese Probe habe ich mich damals vom Buch von Sheila Smith inspirieren lassen, ein Buch, das mir auch heute noch total gut gefällt:

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Sheila Smith: Filz in Variationen. Nähen, Sticken, Quilten und andere Techniken mit Filz. Haupt Verlag 2007.
Ein Buch voller Anregungen und Tipps - es lohnt sich!

Meine Beispiele ergaben jeweils recht kräftige Filze.
Ich kann mir solche gefilzten Blasen gut vorstellen auf Taschen, Krägen oder Kissen und natürlich immer auf Quilts und experimentellen Wandbehängen.

Shibori-Filzen von Gestricktem

Sonntag, den 30. August 2009

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Shibori-Filzen auf Gestricktem ist total einfach und immer etwas fürs Auge!

Dieses Probestück wurde gestrickt mit Merino-Lace, 5fach, einem superweichen, dicken Mohairgarn von SCHOPPEL-WOLLE.

Bei unseren Probestücken haben wir an Schals, Jacken und Pullis gedacht und deshalb Mohairgarne mit sehr dicken Nadeln verstrickt (meist Nadelstärke 15!). Ein lockeres Gestrick ergibt auch nach dem Filzen ein elastisches Stück, und der optische Kontrast zwischen voluminösen Strukturen und festem Strickfilz ist umso attraktiver.
Dieselbe Technik eignet sich aber auch für feinmaschige Pullis, Taschen, augesetzte Passen, Kissen, Decken… dann wird ein feines oder mittelstarkes Wollgarn gewählt und dichter gestrickt, möglicherweise sogar mit der Maschine. Vielleicht probieren Sie die Technik auch erst an einem alten Pulli aus, aus dem Sie eine Stricktasche zaubern?

Das Gestrick muss einen filzbaren Wollanteil von mindestens 60% aufweisen (die Wolle darf nicht gegen Filzen ausgerüstet sein! Steht auf dem Etikett “Handwäsche”, filzt die Wolle vermutlich gut!). Ist das Strickstück glatt und dicht gestrickt, kann man sowohl Abnähen als auch Abbinden. Bei lockeren Mohairgestricken. wie wir sie hier zeigen, eignet sich das Abbinden von Holzperlen, Knöpfen oder kleinen Moosgummistücken besonders gut!

Und so geht es:
1. Lesen Sie zunächst unsere Basis-Amleitung zum Shibori-Filzen.
2. Kontrolliertes Filzen durch Waschen des Strickstücks im Polyestertaft:
Nachdem ich zu Testzwecken einen schönen, selbst gestrickten Schal, direkt in die Waschmaschine gegeben habe und ein völlig geschrumpftes, zusammengefilztes kleines Teil wieder herausgeholt habe, rate ich zu „kontrolliertem Filzen“: wickeln Sie Ihr Strickstück in Polyestertaft und filzen Sie diese Rolle, wie im nächsten Abschnitt beschrieben, in der Waschmaschine. Kontrollieren Sie dann beim Herausnehmen den Grad des Filzens und filzen Sie lieber ein zweites Mal!
3. Wenn Sie ein größeres Stück mit wertvollem Material planen: führen Sie eine Strick- und Filzprobe durch! Ich mach das auch nicht gerne, aber ich möchte es doch noch mal gesagt haben…
4. Sehr gute Ergebnisse beim Shibori-Filzen mit Mohairgarnen erhalten Sie mit folgendem Rezept, das ich bei allen Strickstücken angewandt habe:
Abbinden und einrollen (wie in der Basis-Anleitung beschrieben). In die Trommel kommen 6 Spritzer der verdünnten Mega-Filzer-Lösung, darauf die gut abgebundene Rolle mit dem Strickstück und einige Tennisbälle. Wählen Sie ein Sparprogramm mit wenig Wasser und 40°C. Nach etwa 40 Minuten können Sie das Programm stoppen, das Wasser abpumpen lassen und schleudern.
5. Abweichend vom Shobori-Filzen mit anderen Materialien:
bei Strickstücken müssen die Abbindungen noch in feuchtem Zustand gelöst werden!
Vor allem beim festen Abbinden filzt die Wolle an diesen Stellen stark zusammen. Sie schneiden also (bei guten Lichtverhältnissen!) das Baumwollgarn, mit dem Sie abgebunden haben, vorsichtig auf (Shibori-Schere!) und holen die Perle bzw. den Knopf heraus. Ist das Strickstück noch feucht, geht das ganz gut, ist aber sehr schwierig, wenn das Ganze durchgetrocknet ist.
6. Wenn alle abgebundenen Teile herausgeholt sind, das Strickstück in Form ziehen und liegend trocknen lassen.

Superschöne und preiswerte Strickwolle gibt es bei SCHOPPEL-WOLLE, dem Hersteller, bei dem Sie auch direkt bestellen können!

Hier sehen Sie ein weiteres Beispiel. Es wurde gestrickt aus SCHOPPEL-Wolle (Lace-Garn, eine feine Mohairmischung).
Hier sehen Sie die Holzperlen, die wir vor dem Filzen abgebunden haben.

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Unten sehen Sie dasselbe Strickstück nach dem Filzen.

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Viel Spaß beim Ausprobieren!

Shibori-Filzen von rohem Wolletamine

Donnerstag, den 30. Juli 2009

Roher Wolletamine ist nicht gewaschen und zeigt dadurch zunächst eine Art offene Gitterstruktur sowie einem ziemlich rauen Griff, obwohl er ausschließlich aus feinster Merinowolle (19.5 mikron) besteht.

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Kuschelweich und optisch dichter wird er erst durch heißes Wassser, z.B. durch Färben im Topf oder durch Waschen in der Maschine, was einer Art Filzprozess entspricht.
Wie bereits in der Basis-Anleitung über Shibori-Filzen beschrieben wurde, ist das Ausmass des Filzprozesses durch die Waschmaschine von vielen Faktoren abhängig, z.B. von der gewählten Temperatur, der Intensität der Bewegung in der Maschine, dem gewählten Waschmittel und der Zeit, in der die Wolle im heißen Wasser bewegt wird.

Im Folgenden sehen Sie ein Beispiel eines gefilzten Wolletamines, der in rohem Zustand abgenäht und abgebunden und dann in der Maschine gewaschen wurde (60°C, Vollwaschprogramm, Vollwaschmittel).

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Ergebnis ist ein gut durchgefilzter Stoff, der die abgebundenen und abgenähten Strukturen gut zeigt! Durch den verhältnismäßig starken Filzprozess werden diese Strukturen eine vorsichtige Handwäsche überstehen.

Den folgenden Wolletamine haben wir zunächst in rohem Zustand abgebunden, dann mit einem Bio-Feinwaschmittel bei 40°C im Schonwaschgang (wenig Bewegung) vorgefilzt. Anschließend haben wir diese vorgefilzte Probe im Topf mit dampffixierbarer Seidenmalfarbe gefärbt (der Stoff blieb dabei abgebunden). Erst nach dem Trocknen haben wir die Abbindungen entfernt (die Abbindungen bleiben weiß).
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Dieser Stoff würde sich zum Beispiel für einen leichten Wollschal für die Übergangszeit oder für ein Kleidungsstück eigen. Die Abbindungen sind weniger intensiv gefilzt. Ob sie eine Wäsche überstehen, muss ich erst ausprobieren. Wenn Sie jedoch ganz sicher gehen wollen, dass Ihre 3D-Strukturen im Stoff bleiben, geben Sie das Stück in die Reinigung.

Wenn Sie einen abgebundenen Wollstoff nur im Farbbad erhitzen (also nicht -wie beim Beispiel oben in der Maschine vorfilzen), entsteht nur eine minimale Anfilzung. Der Stoff wird weich, bleibt aber verhältnismäßig offen. Er zeigt dann zwar wunderschöne, deutlich ausgeprägte 3D-Strukturen, die aber eine Wäsche vermutlich nicht überstehen.

Shibori-Filzen: Basis-Anleitung

Montag, den 27. Juli 2009

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Geben Sie einmal bei flickr oder goggle Bilder die Stichwörter shibori-felt bzw. shibori-felting oder shibori-knit bzw. shibori-knitting ein: dann finden Sie eine Fülle inspirierender Abbildungen von frabenprächtigen Schals, Taschen, Kissen und Bekleidung mit überraschenden Strukturen, die wie organisch gewachsen und irgendwie lebendig erscheinen.

Beim Shibori-Filzen werden alle die Vorbereitungstechniken auf Wolle angewandt, die man von der Färbetechnik her kennt: es wird abgebunden, gefältelt, abgenäht, abgeklemmt. Anschließend jedoch nicht gefärbt, sondern heiß gefilzt - in der Regel in der Waschmaschine, in seltenen Fällen auch im Topf (dann entsteht nur ein leichtes Anfilzen). Nach dem Trocknen entstehen dadurch dreidimensionale Effekte.
Natürlich kann man diese 3D-Techniken auch mit Seide oder feiner Baumwolle durchführen. Dort sind sie aber weniger stabil (um die Effekte zu erhalten, sollten die Stoffe nicht gewaschen, sondern gereinigt werden).

Bleiben wir bei der Wolle: es eignen sich alle, nicht zu kräftigen Materialien, deren filzbarer Wollanteil (also nicht gegen Einzug behandelt!) mindestens 60-70% beträgt. Ausprobiert haben wir
Etamine de Laine (Woll-Etamine), sowohl roh als auch gewaschen/gefärbt
Wolljersey
Strickstücke
Nunofilz
Nadelvlies (genadelter Vorfilz)
Diese verschiedenen Materialien brauchen jeweils ein etwas unterschiedliches Vorgehen, das wir in den folgenden Einzelartikeln dann besprechen. In dieser Basis-Anleitung sprechen wir über das grundlegende Vorgehen.

Fälteln - Plissieren
Dazu gibt es hier bereits eine Plissieranleitung. Von den oben genannten Materialien eignen sich für diese Technik besonders Etamine de Laine, Wolljersey, Nunofilz und in gewissem Ausmaß auch das Nadelvlies.
Dabei unbedingt beachten, dass die Plissierung erst geöffnet wird, wenn der ganze Stoff vollständig durchgetrocknet ist. Die Plissierung wird durch ein Trocknen im Backofen verstärkt (100°C bei leicht geöffneter Tür, damit die Feuchtigkeit abziehen kann).

Abnähen
Von den oben genannten Materialien eignen sich für diese Technik besonders Etamine de Laine, Wolljersey, Nunofilz und in gewissem Ausmaß auch das Nadelvlies bezw. ein ganz feines Strickstück aus filzbarer Wolle.
Zum Abnähen eignet sich ein reißfester Faden (z.B. Zwirn oder Quiltgarn). Die Stichlänge beträgt 5-8mm, das hängt vom Material ab (je feiner das Material ist, desto kürzer können die Stiche sein).
Abnähen kann man jede Art von Muster: gerade Nähte oder geschwungene, Karos, Schrägen, Kreise …
Wo immer es das Material erlaubt, zeichne ich die gewünschten Linien mit einem Phantomstift vor.
Kreise werden mit einem Heftstich (einfacher Vorstich) nachgestickt (das ergibt nach dem Filzen kleine Zipfelchen…). Für die Linien näht man so etwas wie schmale Biesen: Man faltet den Stoff und näht ihn knapp unterhalb der Bruchkante mit einfachen Heftstichen ab.
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Anfang und Ende des Fadens reichlich bemessen und zunächst einfach hängen lassen.
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Erst wenn alle Linien abgenäht sind, werden die Fäden zusammengezogen!
Abnähen geht schnell und gibt richtig tolle Effekte!
Es gibt dabei zwei kritische Punkte: nach dem Zusammenziehen müssen die Eden gut verknotet werden, damit die Fäden beim Filzen an der richtigen Stelle bleiben. Denken Sie an dicke, mehrfach gesicherte Knoten. Ideal ist ein Faden in einer vom Stoff abweichender Farbe, denn das Auftrennen der Nähe ist der zweite kritische Punkt. Ich nehme gerne die abgebildete Shibori-Schere von Clover, aber auch ein Nahttrenner eignet sich hervorragend.
Nach dem Filzen werden die Nähte erst geöffnet, wenn der gesamte Stoff gut durchgetrocknet ist (siehe Plissieren).

Abbinden
Das Abbinden ergibt tolle Blasen, die wie natürlich gewachsen aussehen… Diese Technik eignet sich für alle Materialien, auch für Strickstücke!
Zum Abbinden verwende ich am liebsten reißfestes Baumwollkettgarn (es eignet sich auch Topflappengarn o.ä,). Viele amerikanischen Bücher empfehlen Gummiband, aber ich habe damit weniger gute Erfahrungen gemacht.
Was lässt sich einbinden? Man liest oft über Hülsenfrüchte (bitte nicht: sie weichen auf in heißem Wasser) oder Glasmurmeln bzw. Kieselsteine (schlagen an die Waschmaschinentrommel. Sie eignen sich nur für die Methode im Topf)…
Beste Erfahrungen habe ich gemacht mit waschbaren Knöpfen, mit Holzperlen in verschiedenen Formen und Größen und mit selbst zurechtgeschnittenen Formen aus Moosgummi.

Filzmethode
Jedes Material muss etwas anders behandelt werden. Hier beschreibe ich nur die allgemeinen Faktoren, auf die Sie beim Shibori-Filzen achten sollten. Die meisten Materialien filze ich dabei in der Waschmaschine (nur beim Nunofilz mache ich eine Ausnahme: den bearbeite ich im Topf).
Jede Waschmaschine arbeitet etwas anders. Führen Sie deshalb Proben durch, um ein Gefühl für Maschine, Material und Filzprozess zu erhalten.

Der Filzprozess in der Waschmaschine wird beeinflusst durch:
* Temperatur (40°C, 50°C oder 60°C)
* Bewegung in der Trommel (Vollwaschprogramm versus Schonwaschprogramme; mit zusätzlichen Handtüchern in der Trommel versus ohne)
* Waschmittel (ganz ohne versus Bio-Feinwaschmittel versus Vollwaschmittel)
* Dauer der Behandlung (man kann ein Programm nach einer gewissen Zeit stoppen, dann einfach Wasser ablassen und mehr oder weniger schleudern und eventuell mit dem Trockner weitermachen…)

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Topf: Möchten Sie einen Nunofilz in Shibori-Filztechnik behandeln, empfehlen wir, den abgebundenen oder abgenähten Stoff im Topf zu bearbeiten (ähnlich wie man das mit Plisséeschals tut: in köchelndem Wasser etwa 25-30 Minuten. Anstelle von Wasser kann man dafür auch ein Farbbad nutzen. Die abgebundenen bzw. abgenähten Stellen zeigen dann später ein Muster in der Originalfarbe.
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Diese Topfmethode stellt natürlich kein echtes Filzen dar, sondern entspricht eher einer thermoplastische Behandlung. dadurch sind die 3D-Formen auch etwas weniger stabil als beim Einfilzen durch die Waschmaschine: zur Vorsicht sollten solche Schals oder Oberteile lieber bei Bedarf in die Reinigung gegeben werden.

Nachbehandlung
Die Grundregel lautet: Nähte und Abbindungen erst lösen, wenn das ganze Stück völlig durchgetrocknet ist. Beim vorherigen Öffnen (insbesondere nach thermoplastischer Behandlung im Topf) werden die 3D-Strukturen weniger ausdrucksvoll.
Schnelleres Durchtrocknen und stabilere 3D-Strukturen erreichen Sie durch ein Nachtrocknen im Backofen: legen Sie das ausgewrungene, noch abgebundene Stück für etwa 1 Stunde (eventuell auch etwas länger) bei 100°C und leicht geöffneter Tür (zum Abzug der Feuchtigkeit) auf ein Gitter zum Trocknen in den Ofen.
Aber auch hier gibt es Ausnahmen: Bei sehr stark filzendem Material wie Vlies oder Gestrick sollten eingebundene Knöpfe entfernt werden, wenn das Stück aus der Waschmaschine kommt. In noch feuchtem Zustand lässt sich alles noch zurechtziehen und öffnen, was in getrocknetem Zustand nicht mehr möglich ist.

Dies war also die Basis-Anleitung für Shibori-Filzen. Bitte melden Sie sich, falls Sie Fragen haben! Innerhalb der nächsten 14 Tagen finden Sie hier dann auch die Anleitungen für die Behandlung der einzelnen Materialien. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Experimentieren!

Shibori-Filzen von Wolletamine

Freitag, den 5. Juni 2009

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Faszinierende dreidimensionale Strukturen aus Filz!
Shibori-Filzen verwendet all die Vorbereitungstechniken, die wir von den Shiborifärbungen her kennen: Abbinden, Abnähen, Abklemmen.
Werden diese Techniken bei Wolle oder Filz angewandt, und wird die Wolle dann in der Waschmaschine heiß gewaschen oder im Topf gekocht, bilden sich anschließend -durch Filzen- dauerhaft dreidimensionale Strukturen.
Ausprobiert haben wir das mit Etamine de Laine (gibt es als Meterware und als Schal in 40! Farben) und mit Gestrick.
Das Verfahren ist ganz einfach und es gibt unendlich viele Möglichkeiten, wofür man es anwenden kann: für Schals und für Akzente auf Bekleidung, für Taschen, Kissen, Wandbehänge…
Das Bild unten zeigt die Vorbereitung auf einem Wolletamine: vorgezeichnete Linien werden mit Vorstichen abgenäht. Dann werden die Vorstiche fest zusammengezogen und das Ganze wird in der Waschmaschine gefilzt. Das Bild oben zeigt den Etamine nach dem Filzen und Trocknen.

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Im Laufe des Sommers zeigen wir diese Technik zu verschiedenen Terminen in kostenlosen Vorführungen. Bitte informieren Sie sich in unserem Kursprogramm