Archiv der Kategorie ‘Patchwork‘

Entwurfstechnik mit Cécile Trentini
am 22. + 23. Juni
Überraschend noch 2 Plätze frei

Sonntag, den 9. Juni 2013

“Inspirationen - Variationen” mit Cécile Trentini!
Überraschend mussten zwei angemeldete Teilnehmerinnen diesen tollen Kurs absagen, so dass zwei Plätze frei geworden sind.

Über Cécile Trentini als Künstlerin und Autorin und beliebte Kursleiterin (Dodo’s Blog, 19. März 2013) ist im Netz schon viel geschrieben worden.
Weniger bekannt ist dagegen, was es mit dem Begriff „Entwurfstechnik“ auf sich hat, der im Mittelpunkt von Céciles Kursen steht.

Bei ihren Arbeiten gehen die meisten von uns spontan vor: sie lassen sich durch etwas, das sie sehen inspirieren, überlegen ein wenig, suchen sich Material zusammen, machen vielleicht noch eine Skizze… und legen dann los.
Doch immer stellt sich die Frage: ist die erste Idee wirklich die beste?

Céciles Credo ist: „Es gibt mindestens 10 Möglichkeiten, eine gestalterische Frage zu beantworten.“ Es ist die Entwicklung und Erarbeitung solcher Möglichkeiten, die wir in ihren Kursen lernen.

Ich habe Cécile gefragt, wie ich am besten beschreiben könnte, worum es bei ihren Entwurfstechnik Kursen geht; hier ihre Antwort:
“Natürlich geht es um Themen wie Kontrast, Spannung, Harmonie und Gleichgewicht. Diese Themen werden einerseits anhand von Übungen, andererseits anhand der Entwürfe der Teilnehmerinnen besprochen; also auf jeden Fall mehr praktisch als theoretisch. Hauptsächlich geht es mir aber darum, aufzuzeigen, wie wichtig und hilfreich es ist, sich immer wieder Fragen zu stellen: was gefällt mir an diesem Entwurf, was gefällt mir nicht und vor allem Warum?
Durch diese Analyse, durch das Bewusstmachen von intuitiven Vorlieben, kann man einerseits unheimlich viel lernen, andererseits den Entwurf immer weiter verbessern.
Ebenso wichtig ist es mir, die Teilnehmerinnen zu motivieren, auf Fragen immer mehr als eine Antwort zu suchen und die Wirkung der Antwortvarianten durch Skizzen und Arbeitsproben zu testen, bevor man sich für eine Antwort endgültig entscheidet. Ich will keine theoretische Gestaltungslehre unterrichten, sondern die Teilnehmerinnen ermutigen ihre eigene Kreativität und Ideen zu entdecken und zu verwirklichen.

Reich an neuen Erfahrungen und in ihrer künstlerischen Entwicklung gewachsen haben sich bisher alle gefühlt, die einen Kurs bei Cécile besucht haben. Die meisten Teilnehmerinnen sind so begeistert, dass sie anschließend weitere Kurse bei ihr gebucht haben.

Die spezielle Kursbeschreibung für den 22./23. Juni (”Inspirationen - Variationen”) findet ihr hier

Wer die Chance nutzen möchte, in entspannter Atmosphäre im Atelier von Brunhilde Scheidmeir (Speyer) von Cécile Trentini zu lernen, der melde sich bitte bei mir (Sabine): jeromin@jeromin-shop.de.

Cécile Trentinis Buch ‘Daily Beauty’
Letzter Tag der Blogtour
Gewinnchancen bis zum 24. März!

Mittwoch, den 20. März 2013

Vielleicht geht es euch so wie mir: wenn mir ein Werk oder ein Buch gefällt, dann möchte ich gerne mehr über die Künstlerin wissen. Mein Beitrag zur Blogtour besteht deshalb in einem Interview, durch das ihr Cécile und ihre Arbeitsweise kennen lernen könnt.
Ziemlich textlastig, ich weiß…! Ich war halt einfach neugierig, eine Frage führte zur nächsten… aber lest selbst:

Liebe Cécile, wie bist du eigentlich zu Patchwork bzw. zur künstlerischen Stoffgestaltung gekommen?
Cécile:
Ursprünglich habe ich gemalt und Objekte gemacht. Ich habe den Vorkurs an der Schule für Gestaltung in Zürich absolviert und danach im eigenen Atelier gearbeitet. Zum Textilen bin ich erst nach der Geburt meiner Tochter gekommen. Ihre unregelmässigen Mittagsschlafzeiten verunmöglichten es mir, weiterhin zu malen (kaum waren die Farben auf der Palette wurde sie wach, bis ich das nächste Mal vor die Staffelei konnte, waren die Farben wieder eingetrocknet…).
Ich kannte das traditionelle Patchwork von meiner Schwägerin, die dieses Hobby betrieb und fing deshalb mit dem Nähen an: den Stoff und die Maschine konnte ich liegen lassen und wenn sich eine Gelegenheit ergab, die Arbeit gleich da wieder aufnehmen, wo ich sie hatte unterbrechen müssen.
Ich habe aber von Anfang an mit eigenen Entwürfen gearbeitet und nie einen traditionellen Quilt genäht.

Du arbeitest doch fast nur mit selbstgefärbten, selbstbedruckten, selbstgestalteten Stoffen?
Cécile:
Seit einigen Jahren arbeite ich fast ausschliesslich mit selbst gefärbten oder selbst gedruckten Stoffen. Gerne kombiniere ich auch verschiedene Stoffqualitäten. Es hängt immer von der Idee und vom Entwurf ab, welchen Stoff ich verwende. Je nachdem kann es gut sein, dass ich doch in den Stoffladen gehe und mit gekauften Stoffen arbeite.

Im Mittelpunkt Deines Buchs steht ein Quilt, der eigentlich aus 365 eigenständigen Mini-Arbeiten besteht. Wie ist es dazu gekommen?
Cécile:
Die Idee zu diesem Quilt entstand wirklich ganz zufällig, es war ein Zusammenspiel von zwei Dingen: einerseits lag schon sehr lange eine Packung Watte-Rondellen auf meinem Regal, weil ich vorhatte, mal auszuprobieren, wie sich diese bedrucken oder färben lassen. Ich war einfach fasziniert von der Form und der perfekten Grösse: mit diesen Kreisen sollte sich doch, was machen lassen – nur, eben, wusste ich sehr lange nicht was.
Andererseits beschäftigte ich mich schon seit längerem mit dem Thema “Alltag” und hatte zwei Arbeiten dazu gemacht (”Alltag” und “Süsser Alltag”) bei denen ich nicht-textile oder Haushalts-Materialien aus dem Alltag verwendet hatte. Mich faszinierte einerseits die Verwendung von ungewöhnlichen Materialien, anderseits die Wiederholungen, die unseren Alltag ja häufig prägen. Wiederholungen, die langweilig sein können, aber eben auch einen besonderen Reiz in sich haben; sie geben dem Alltag auch Struktur und eine gewisse Ruhe.
Die Idee diese zwei Themen, Watte-Rondellen und Alltag zu kombinieren war einfach plötzlich da.

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365 unterschiedliche Ansätze: gehst Du bei solch einem umfangreichen Vorhaben eher systematisch-geplant vor (Kopf) oder lässt Du Dich mehr spielerisch leiten (Gefühl)?
Cécile:
Bei Daily Beauty war beides der Fall. Es war von Anfang an klar, dass ich möglichst viele verschiedene Stoffe, Farben und Techniken verwenden wollte. Zuerst habe ich einfach “drauflos” genäht und die verschiedensten Techniken, die mir in den Sinn kamen angewendet.
Da ich es aber vermeiden wollte zwei gleiche Quadrate (also der gleiche Hintergrundstoff und die gleiche Technik) zu nähen, wurde schnell klar, dass ich etwas systematischer vorgehen muss, um dieses Ziel zu erreichen. Ich habe also angefangen zu verschiedenen Materialien oder Techniken 10er Serien zu nähen.
So gibt es z.B. 10 Blöcke, bei denen ich Krawattenstoff als Hintergrund gewählt habe und die Watte-Rondellen sind dann mit einer jeweils anderen Technik befestigt. Oder es hat 10 Blöcke mit einem Loch, 10 Blöcke mit einem Raster, usw.

Gibt es ein Stadium während der Arbeit, das Dich besonders fasziniert?
Cécile:
Auch bei Arbeiten wie Daily Beauty, bei denen ich eher spontan und intuitiv vorgehe, gibt es doch immer ein Minimum an Planung. Ich erstelle Skizzen, wie ich mir die fertige Arbeit vorstelle oder probiere Varianten aus; ich erstelle Arbeitsproben, um zu überprüfen, ob das Geplante auch wirklich so aussieht, wie ich es mir vorstelle. Manchmal ist die Planungsarbeit aufwendiger als das eigentliche Nähen.
Wenn ich dann mit der Realisierung der Arbeit beginne, ist es immer faszinierend zu sehen, ob die Antworten auf gestalterische Fragen, die ich auf dem Papier entworfen habe, in “echt” tatsächlich auch funktionieren.
Es ist faszinierend, wenn der Quilt langsam Gestalt annimmt, wenn er bald fertig ist – da kommt der Moment, wo ich denke “ja, das wird gut” – das ist ein schönes Gefühl und besonders faszinierend.
Dazu ist aber auch zu sagen, dass es bei jeder Arbeit auch das Stadium gibt, meistens auf halbem Weg, wo die Zweifel kommen, das Gefühl “das wird nichts” und da muss ich einerseits, meinen Entwurf überprüfen (ist er wirklich gut, oder muss was geändert werden) und andererseits mich einfach durchbeissen und weitermachen und darauf vertrauen, dass wenn mich der Entwurf überzeugt hat, dann wird mich auch die fertige Arbeit überzeugen.

Besonders faszinierend finde ich, dass Du die Leserin am gesamten Schaffungsprozess dieses vielfältigen Quilts teilnehmen lässt. Kann man daraus auch für eigene Projekte lernen?
Cécile:
Ich hoffe, dass man daraus auch für eigene Projekte lernen kann; das war sicher eine der Absichten, diesen Prozesse im Buch zu beschreiben.
Die Leserin sieht, wie ich die ursprüngliche Idee Schritt für Schritt entwickelt habe, dass ich Arbeitsproben mache und vor allem, dass ich mögliche Varianten auf dem Papier ausprobiere.
Z.B. ist im Buch beschrieben, wie ich getestet habe, ob ich besser nur handgefärbte Stoffe verwende, oder auch kommerzielle bedruckte Stoffe mit einbeziehe.
Oder, wie ich das Endformat bestimmt habe: die ursprüngliche Idee war ja ein langgezogenes, sich nach rechts verjüngendes Dreieck; was aber viel zu gross geworden wäre. Also habe ich ausprobiert, ob eine quadratische oder die dann verwendete unregelmässige Form besser aussehen würde.

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Um dieses inspirierende Buch geht es:
Cécile Trentini: Daily Beauty. 365 Ways to Play with Everyday Quilt Embellishments.
Das Buch ist erschienen bei Concord (USA) 2013, ISBN: 978-1-60705-686-7, 14,50 EUR.

Céciles Buch ist zwar in englischer Sprache geschrieben, aber so klar und einfach, dass man den Text auch mit nicht so tollen Englischkenntnissen gut versteht. Die vielen Bilder tun ein übriges, dass keine Frage offen bleibt.
Leserinnen aus D und den umliegenden Ländern finden das Buch u.a. bei Amazon (z.B. möglichst über die Seite von Gudrun Heinz: www.quiltsundmehr.de bestellen). Gudrun Heinz hat auf ihrer Seite übrigens eine ausführliche Besprechung geschrieben, die einen guten Eindruck von Céciles Buch vermittelt.
Leserinnen aus der Schweiz können das Buch direkt bei Cécile: www.stoffwerke.ch bestellen.

GEWINNCHANCEN!
Wer hier auf unserem Blog bis zum 24. März einen Kommentar zu Cécile und ihrem Buch hinterlässt, kommt in unsere Lostrommel und hat die Chance, eine e-Book Ausgabe von Céciles Buch zu gewinnen!

Eure Gewinnchance könnt ihr erhöhen, in dem ihr zusätzlich die folgenden Blogs besucht und dort ebenfalls einen Kommentar schreibt.
Und als Bonus noch dazu: unter allen Kommentaren verlost Cécile noch zusätzlich “ein Buch in echt”, auf Wunsch mit einer Widmung!

http://www.berninablog.com
http://quiltsundmehr.blogspot.ch
http://www.plutonia-online.de/
http://textil-ideen.blogspot.ch
http://lisaskreativseite.blogspot.de
http://zeit-fuer-patchwork.blogspot.de
http://patchwork-dodo.blogspot.de
http://ninispatchwork.blogspot.de

Klickt auf die Seiten oben und hinterlasst einen Kommentar! Alle haben interessante Beiträge zu Céciles Buch geschrieben!
Und hinterlasst auch gleich einen Kommentar hier bei uns!
Das Buch ist einzigartig, es lohnt sich!

Heute startet die Blogtour!

Freitag, den 15. März 2013

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Heute startet die Blogtour zu Cécile Trentinis Buch “Daily Beauty” mit einem Artikel von Grudrun Heinz auf dem Blog von Bernina!

Klickt auf den Link zum Berninablog, freut euch an dem tollen Artikel und den schönen Bildern und hinterlasst einen Kommentar: die erste Chance, das inspirierende Buch von Cécile als e-book-Ausgabe zu gewinnen!
Viel Glück!

Kurs mit Claudia Helmer
Tray Dyeing, ein kreatives Färbeverfahren mit Procion MX

Donnerstag, den 7. März 2013

Am Samstag, den 16. + Sonntag, den 17. März hält Claudia Helmer einen kreativen Färbekurs bei uns in Speyer (Atelier FilzKULTur von Brunhilde Scheidmeir im Industriehof Speyer).
Da eine Teilnehmerin absagen musste, ist kurfristig noch ein Platz frei geworden.

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Quilt von Claudia Helmer

Interessant ist der Kurs für alle, die die Reaktivfarben Procion MX kennenlernen möchten.
Bekannt sind diese Farben für ihre Intensität und hohe Leuchtkraft und ihre interessante Eigenschaften, eher etwas unregelmäßig auf den Stoff aufzuziehen. Diese Musterungen kann man durch Tricks noch verstärken.
Gerade diese unüblichen Eigenschaften machen Procion zu den Lieblingsfarben in der Quilt- und Patchworkszene. Dickt man Procion an, kann man mit dieser Farbe auch toll drucken.
Der Ablauf von Procionfärbungen unterscheidet sich allerdings etwas von dem der anderen, üblichen Färbungen. Mit Hilfe eines Kursbesuchs kann man sich schneller und einfacher die notwendigen Kenntnisse aneignen als durch Lesen. An unserem Kurswochenende lernt man nicht nur das Färben, Mischen und Drucken mit Procion MX, sondern zusätzlich auch eine kreative Färbetechnik: das Tray Dyeing.
Tray Dyeing bedeutet kurz gesagt, dass der Stoff in einen Behälter gefaltet oder gepresst und einzelne oder mehrere Farben darüber gegossen werden. Dieser Satz sagt aber wenig über die kreativen Möglichkeiten und die unterschiedlichen Ergebnisse aus! Das muss man einfach ausprobieren!
An unserem Kurswochenende lernen wir außerdem das Drucken mit Thermofax und mit Siebdruckschablonen kennen. Beide Verfahren verhelfen zu einem einfachen Siebdruck zuhause. Auch hier: es ergeben sich unendlich viele, neue Gestaltungsmöglichkeiten.
Und schließlich zeigt uns Claudia, wie man aus unseren tollen gefärbten und bedruckten Stoffe zuhause einen einfach zu nähenden, sehr effektvollen Quilt zaubern kann!

Wir freuen uns schon riesig auf das Kurswochenende, und wie gesagt: ein Platz ist noch frei!

Außerdem freuen wir uns auch, etwas Werbung für die tolle Ausstellung des Vereins für Quiltkunst machen zu können!
Das Thema: Konzepte in Stoff. 22 textile Positionen.
Viele bekannte Textilkünstlerinnen nehmen teil, darunter auch Claudia Helmer!
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Die Ausstellung findet zwischen dem 24. März und dem 20. Mai in der KUNSTSTATION in 36145 Hofbieber-Kleinsassen statt.
Ein Besuch lohnt sich ganz sicher!

Ausstellungen in der Region im November:
Quiltoholics Hockenheim

Donnerstag, den 25. Oktober 2012

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Foto: Quiltoholics Hockenheim

Die Mitglieder der Patchwork-Gruppe „Quiltoholics Hockenheim“ stellen am 3. + 4. November ihre neuesten Werke aus.
Es werden Gemeinschaftsarbeiten, aber auch Einzelarbeiten zum Thema Afrika sowie zahlreiche traditionelle und moderne Quilts gezeigt. Die Begeisterung für Patchwork zeigen die Gruppenmitglieder nicht nur in ihrem Namen, sondern und vor allem in ihren sehenswerten Arbeiten!

Die Vernissage zur Ausstellung findet am 03.11.2012 um 10:00 Uhr mit musikalischer Untermalung statt. Die Arbeiten sind dann anschließend bis 18:00 Uhr zu sehen.
Am Sonntag, den 04.11.2012, ist die Ausstellung von 11:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Um 16:00 Uhr findet eine Finissage statt, die durch die Trommelgruppe „Sateé Kooma“ musikalisch begleitet wird.
Das Cafe Eisleben, das sich im Foyer des Luther-Hauses befindet, lädt zu Kaffee und Kuchen ein.
Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

Sie finden die sehenswerte Ausstellung im Lutherhaus * Obere Hauptstr. 24 * 68766 Hockenheim

Sommertasche von Uli Spiro

Sonntag, den 24. Juni 2012

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Aus 2 x 50cm BIO-Cretonne hat Uli diese geräumige Sommertasche mit all den kleinen praktischen Täschchen genäht!

Total praktisch! Damit sie in den Weiten der Tasche gleich zu finden sind, wurden sie mit einem Band und Karabinerhaken versehen, mit denen sie in der Tasche befestigt werden. Gleichzeitig kann man sie so auch abnehmen und für eine andere Tasche verwenden.
Und was mir besonders gut gefällt: Uli hat sogar die schönen Fransenkanten des Stoffs eingearbeitet!

KURS: Wie man diese Tasche und mindestens eines der Täschchen näht (für die anderen bekommt man die Anleitung mit nach Hause), kann man am kommenden Samstag bei uns im Laden lernen.
Natürlich haben wir auch den Stoff bei uns im Laden!
Wer es klassisch mag, näht nur einfarbig. Ansonsten bietet der sehr einfach zu nähende BIO-Cretonne viele tolle Kombinationsfarben. Mehr zum Kurs findet Ihr HIER.

Neue selbst bedruckte Stoffe von boridesign
- zum Zerschneiden viel zu schade!?

Sonntag, den 19. Februar 2012

Vor dem Patchwork steht das Zerschneiden.
Bei einem gekauften Stoff fällt mir das gar nicht schwer. Schwieriger ist das bei einem Stoff, der eine Geschichte hat (z.B. bei einem geliebten, aber alten Kleidungsstück).
Sehr, sehr schwierig finde ich das Zerschneiden von selbst bedruckten Stoffen.

Gestern habe ich die neuen Stoffe von Gabriele (boridesign) entdeckt, die sie mit unseren Druckschablonen gestaltet hat, und die Designs sind wieder wunderschön geworden! Hier ist ein tolles Beispiel:

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Bild von boridesign

Gabriele möchte ihre schönen Stoffe für Patchwork verwenden.

Wie ich oben schon gesagt habe: Selbst gestaltete Stoffe zu zerschneiden, das tut richtig weh.
Ich kann das aus eigener Erfahrung sagen, da ich vor etwa einem Monat meinen ersten Quilt genäht habe, der aus vielen selbst bedruckten Stoffen bestand. Es kostet Überwindung, den Rollschneider anzusetzen…
Andererseits fand ich es spannend, wie sich aus bekannten, liebgewordenen Fitzelchen etwas ganz Neues entwickelt, dessen Gehalt (zumindest für mich) mehr war, als ein paar aneinander genähte Stoffstückchen.

Gabriele (boridesign) jedenfalls hat mutig geschnitten, mit UFOs gemixt, mit Schablonen noch einmal überdruckt, appliziert und umrandet:
Viel Vergnügen beim Betrachten!

Auch meine Stoffe, die ich in letzter Zeit hier gezeigt habe, sollen dem Rollschneider zum Opfer fallen… mal sehen, was daraus wird.

NADELWELT Karlsruhe 12.-13. Mai 2012

Sonntag, den 13. November 2011

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Schon mal vormerken: Im kommenden Mai findet zum zweiten Mal die Messe NADELWELT in Karlsruhe statt!
Über 100 Aussteller mit Stoffen und allem, was für Patchwork und Quilting gebraucht wird. Ich habe mir die Messe im letzten Jahr angesehen und war beeindruckt: farbenprächtige Stoffe, Bänder, Näh- und Stickgarne… wunderbar!
Dazu wird zeitgleich ein großes Kursprogramm angeboten (wir sind dabei!):
Am Freitag, den 11. Mai findet der Kurs von Brunhilde Scheidmeir und Fritz Jeromin statt (9.30 - 12.30 Uhr) zum Thema Ecoprint. Dies ist ein total interessantes Thema, die Ergebnisse faszinieren mich immer wieder aufs Neue!
Am Sonntag, den 13. Mai gibt es einen Kurs mit mir (9.30 - 12.30 Uhr), bei dem es um das Bedrucken von Stoff geht. Im Mittelpunkt stehen einfache Siebdrucktechniken, aber auch das Drucken mit verschiedenartigen Stempeln.
Vielleicht sehen wir uns?

Gedruckter und bestickter Fisch von Loose Ends

Freitag, den 18. März 2011

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Dieser fröhliche Fisch stammt von Geni (Loose Ends), die HIER genau beschreibt, wie sie diese textile Geburtstagskarte gemacht hat:
Zunächst wird die eingescannte Zeichnung mit Hilfe eines Tintenstrahldruckers auf Stoff gedruckt. In einem zweiten Schritt werden kleine, bunte Stoffreste auf diesen Stoff appliziert. Nun wird der Stoff auf ein stabiles Vlies gebracht und mit der Maschine festgenäht. Einige gestickte Nähte sowie eventuell ein paar Perlchen bringen noch zusätzliche Dekoration.
Thank you for sharing, Geni!

Schaut wieder bei Anja Rieger vorbei, da gibt es freitags viele Fische!

Schnelle Effektfärbung mit FunPump und einem sehr kleinen Behälter

Dienstag, den 28. September 2010

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Schnelle Effektfärbung bedeutet dieses Mal: färben ohne einen Topf auf dem Herd, sondern direkt auf dem abgedeckten Tisch.
Man arbeitet mit dampffixierbaren Seidenmalfarben (ohne Rahmen), d.h. nach dem Trocknen der Farbe muss der Stoff mit Dampf fixiert werden.
Ich habe naturfarbenen Etamine de Laine (Wolletamine) gefärbt, einen besonders leichten Wollstoff, für den ich dampffixierbare Seidenmalfarbe (Säurefarben) bevorzuge, da diese sich direkt mit den Fasern verbinden und das Gewebe weich lassen.
Prinzipiell können auch bügelfixierbare Seidenmalfarben verwendet werden. Diese liegen auf dem Stoff auf und machen ihn etwas härter, was aber für viele Anwendungen (z.B. Patchwork) nicht nur gleichgültig sondern manchmal sogar erwünscht ist.
Die Abbildung oben zeigt einen Ausschnitt aus dem gefärbten Schal (2m lang und etwa 50cm breit).

Vorbereitung
Tisch mit Malerfolie abdecken; Farben vorbereiten (nicht mehr als 3-4 Farben); je eine Plastikpipette pro Farbe; einen kleinen Plastikbehälter (ca. 20*15cm - die erforderliche Größe variiert natürlich je nach Stoffgröße und -volumen. Der Behälter muss aber immer im Verhältnis sehr klein sein, damit der Stoff darin gefaltet oder geknäult werden kann).
Ich habe meinen Etamine vorher angefeuchtet und gut ausgedrückt. Gibt man den Stoff trocken in den Behälter, ergeben sich dramatischere Farbeffekte.
Erste Phase der Färbung
Der Stoff wird in den kleinen Behälter gebracht: ich habe den feuchten Schal dazu zunächst in der Länge gerafft (als ob ich den Schal quer plissieren wollte), ihn in den Behälter gelegt und dann die seitlich herausragenden Schalteile quer gerafft und in den Behälter gestopft.
Die Art, in welchen Fältelungen der Stoff in den kleinen Behälter gegeben wird, beeinflusst die spätere Musterung: man kann ihn falten, zum Knäuel formen, Tütchen ziehen usw.
Bei Leslie Morgan und Claire Benn gibt es einen schönen Artikel über die Möglichkeiten von Tray Dyeing, von dem ich mich habe inspirieren lassen.

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Die beiden haben ein ausgezeichnetes Buch mit DVD! über dieses Thema geschrieben, das man HIER bestellen kannn.

Der zweite Faktor, der die Musterung bestimmt, ist die Art, wie die Farbe auf den Stoff gegeben wird.
Zunächst wichtig: Nicht zu viele Farben verwenden (das könnte sonst Schmuddeleffekte ergeben…). Am einfachsten kann man sich an die Technik herantasten, wenn man zunächst verwandte Töne verwendet.
Ich habe beim Beispiel oben zum Beispiel ein Mohnrot, ein Pink und ein Violett mit Plastikpipetten in Schrägen auf den feuchten Stoff geträufelt. Der Stoff war anschließend fast vollständig mit Farbe bedeckt. Dann habe ich das Ganze für zwei Stunden stehen gelassen und in der Zwischenzeit zwei weitere Techniken ausprobiert, die ich später einmal vorstellen werde.
Lässt man das Ganze länger stehen (z.B. über Nacht), kann sich die Farbe noch besser verteilen. Ich aber war neugierig und habe den Stoff nach etwa zwei Stunden aus dem Behälter genommen und auf einen mit Folie abgedeckten Tisch ausgebreitet. Die Farben hatten ein schön verteiltes, ausdrucksvolles Wolkenmuster ergeben, aber nicht alle Stellen des Schals waren mit Farbe bedeckt.
Zweite Phase der Färbung
Von den anderen Experimenten dieses Nachmittags hatte ich noch einen Rest verdünnter Farbe in einer FunPump: ebenfalls dampffixierbare gelbe Seidenmalfarbe - 50% Farbe, 50% Wasser. Diesen Farbrest habe ich auf alle ungefärbten Stellen gesprüht. Eine ausführliche Anleitung zum Arbeiten mit der FunPump gibt es HIER.
Liegend trocknen lassen. Das ist ganz wichtig! Die Farben wandern weiter, auch in einem fast trockenen Stoff! Man kann den Trockungsprozess mit einem Föhn beschleunigen. Aber auch dann, vor dem Fixieren, irgendwo möglich ausgebreitet 1-2 Tage lagern. Auch dies war eine der Erfahrungen aus diesem experimentellen Nachmittag.
Säurefarben wirken nach dem Trocknen oft weniger intensiv. Damit sie licht- und wasserfest werden, müssen sie unbedingt mit Dampf fixiert werden, wodurch sie auch ungemein an Leuchtkraft gewinnen.

Was kann man mit so gefärbten Stoffen machen?
Tolle Schals, Stoffe für Oberteile, T-Shirts usw., Patchworkstoffe. Werden die Stoffe hell gefärbt, lassen sie sich hervorragend weiter bedrucken und/oder besticken.